Speichern von Daten

Das Speichern von Daten hat eine lange Tradition – schon immer hat die Menschheit versucht, bestimmte Fakten aufzubewahren und abseits des gesprochenen Wortes zu behalten. Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigen die zu verwaltenden Datenmengen überall auf der Welt immer weiter an. Das beeinflusst auch die Art und Weise, wie wir unsere Daten heutzutage sichern möchten. Immer neue Wege, die noch leistungsfähiger und zuverlässiger sind, müssen gefunden werden. Die wirklich absolut sichere Speicherung von Daten ist eines der großen Themen unserer Zeit.

Von der Höhlenmalerei zur Cloud

Schon die ersten Menschen suchten Wege zum Speichern von Daten: Im Grunde sind Höhlenmalereien nichts anderes als die Sicherung bestimmter Daten, beispielsweise mythologischer Geschichten oder Bilder. Ob antike Bildhauerei, klassische Malerei, der Druck von Büchern oder schließlich die Fotografie – Menschen waren immer fasziniert davon, bestimmten Informationen Beständigkeit verleihen zu können. Die Festschreibung bestimmter Ideen oder das grafische Einfangen eines einzelnen Moments auf einem Foto sind soziologisch betrachtet deswegen höchst interessante Vorgänge.

Allein in den vergangenen hundert Jahren haben sich die Wege der Datenspeicherung radikal verändert. Man denke nur an die Wege, Musik zu sichern. Waren es anfangs noch Schellackplatten und Schallplatten, folgten später die klassischen Kassetten und dann die CD. Inzwischen wird Musik fast nur noch digital gespeichert, was auch den Vorteil bietet, dass diese Speicherungsart keiner Abnutzung unterliegt. Auch wenn es heute (wieder) zahlreiche Schallplatten-Liebhaber gibt, nahm die Qualität des Hörerlebnisses bei all diesen älteren Speichermedien in der Regel ab.

Die Entwicklung des Speicherns

Die Wege zum Speichern von Daten entwickeln sich parallel zu all dem, was auf dem Gebiet der Informationstechnologie sonst passiert – und diese Entwicklung ist rasant. Vor wenigen Jahren war es noch ein großer Fortschritt, Daten oder beispielsweise Musikdateien auf kleinen, transportablen Medien sichern zu können. Ein iPod oder MP3-Player war gegenüber seinem Vorgänger eine deutliche Errungenschaft. Mittlerweile werden Daten oft nicht einmal mehr lokal gespeichert – sie liegen in der Cloud.

“Cloud” ist ein englisches Wort und bedeutet in seiner Übersetzung “Wolke”. Im Zusammenhang mit Datenspeicherung ist damit gemeint, dass man Daten und Informationen nicht mehr physisch auf einem Medium oder lokal, zum Beispiel auf dem eigenen Computer, sichert. Stattdessen sind die Informationen an Orten hinterlegt, die man physisch nicht erreicht, auf die man aber durch das Internet zugreifen kann. Das bietet unter anderem den Vorteil, dass man die Daten im Idealfall von überall und zu jeder Zeit abrufen kann.

Überholtes Medium zum Speichern von Daten: Die CD

Die Art des Speicherns ändert sich

Früher Felswände, heute die Cloud – die Art und Weise wie Daten gesichert werden, hat sich massiv verändert. Zunächst wurden die Speichermedien immer kleiner, leistungsfähiger, transportabler und verlustfreier. Mittlerweile entfallen sie in ihrer physischen Ausformung oftmals ganz. Die Daten sind nicht mehr vor Ort verfügbar, sie werden stattdessen hoch- und bei Bedarf wieder heruntergeladen. Das entspricht unserer heutigen Lebensrealität: Wozu Daten lokal sichern und damit wertvollen Speicherplatz blockieren, wenn man nur einen Bruchteil von ihnen selten braucht?